Wie funktioniert das Schlichtungsverfahren?

Das Schlichtungsverfahren vollzieht sich in mehreren Schritten, in denen Schlichter als neutrale Dritte versuchen, zwischen den Beteiligten eines Streits, wenn diese ihn nicht selbst beilegen können, eine für beide Seiten tragbare Lösung zu erzielen. Die Schlichtung ergänzt so den Kundendienst der Unternehmen und soll die Inanspruchnahme des Rechtsweges möglichst unnötig machen. Damit wird nicht nur die Justiz entlastet, auch Anwaltskosten entfallen für beide Parteien. Neben der Zeitersparnis im Schlichtungsverfahren im Gegensatz zur gerichtlichen Auseinandersetzung ist das Ergebnis der Schlichtung zudem einzelfall- und konsensorientiert. Die Schlichtung wird daher auch als "außergerichtliche Einigung" bezeichnet.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass nicht jeder kleine Konflikt ein Fall für die Schlichtung sein kann. So eignen sich einmalige kürzere Verspätungen, geringfügig verschmutzte Fahrzeuge oder vereinzelt unhöfliches Personalverhalten nicht für die Schlichtung. Auch angekündigte oder akute Beeinträchtigungen durch Baustellen sowie im Fahrplan oder Internet verzeichnete Einschränkungen der Barrierefreiheit sind zwar ärgerlich, aber leider oft nicht vermeidbar.

Es ist vielmehr die Aufgabe der Schlichtungsstelle zu vermitteln, wenn Sie im Nahverkehr größere Serviceeinbußen oder gar finanzielle Beeinträchtigungen erleiden mussten, das Problem eindeutig durch ein Versäumnis des Verkehrsunternehmens verschuldet ist, und Sie sich mit diesem nicht gütlich einigen können.

Häufige typische Themen, die für eine Schlichtung im Nahverkehr in Frage kommen können, sind z.B. Streitigkeiten über die Zahlung eines erhöhten Beförderungsentgeltes ("Schwarzfahren") oder dauerhaft ungenügende Qualität bei Fahrzeugen, an Haltepunkten, im Betriebsablauf (Verfrühungen, Verspätungen, verpasste Anschlüsse) oder im Service.


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